Fast 15 Jahre Haft für ZeekRewards Ponzibetrüger Burks

ZeekRewards-Paul-Burks-Ponzisystem-Betrug-2017

Am Montag den 13. Februar 2017 fand die Urteilsverkündung gegen Paul Burks, den Gründer von ZeekRewards, durch den Bundesrichter Max Cogburn in Charlotte, USA, statt. Der 70-jährige Ponzibetrüger Burks wurde zu einer Haftstrafe von 14 Jahren und acht Monaten verurteilt und hatte dabei noch Glück, denn das Urteil hätte laut US-Recht auch 59 Jahre betragen können.

ZeekRewards wurde 2010 gegründet und bereits 2012 von den US-Behörden geschlossen, die mit aller Härte gegen den hochkriminellen Ponzibetrüger Burks vorgegangen sind. Der Gesamtschaden betrug rund 939 Millionen Dollar.

Für Kryptobetrüger drohen hohe Haftstrafen in den USA

Es gibt also gute Gründe, warum auch Kryptobetrüger den Standort USA meiden, wie der Teufel das Weihwasser. Genauso wie bei dem Ponzisystem von Burks, nähren sich Kryptovertriebe aus den Einzahlungen neu rekrutierter Teilnehmer. Und auch hier wird mit exorbitanten Gewinnversprechungen und der wundersamen Geldvermehrung geworben, um neue Opfer in die Systeme zu locken.

Bereits bei einem solchen Tatbestand, der in den USA als Anlagebetrug gewertet wird, würde die >> Securities and Exchange Commission (SEC) <<, als US-Börsenaufsichtsbehörde wohl erste Stoßtrupps mobilisieren, um die Ponzibetrüger von der Bühne weg zu verhaften.

Bei Kryptobetrugssystemen wird auf die Einzahlungen der neuen Systemteilnehmer Provisionen ausbezahlt, was laut US-Recht, eigentlich der Zahlung eines Kopfgeldes gleichkommt. In den USA erfüllt dies mindestens den Tatbestand des Betriebes eines illegalen Pyramidensystems.

Kann nachgewiesen werden, dass sich das System nur durch die Einzahlungen neuer Teilnehmer am Leben hält, dann handelt es sich um ein Ponzisystem, was eigentlich bei allen Kryptovertrieben der Fall zu sein scheint. Kommt nämlich kein frisches Geld rein, bricht das Kartenhaus garantiert zusammen.

Zwar werden als Produkte oft Schulungspakete oder der angebliche Erwerb von „Mining-Hardware“ vorgeschoben, um das eigentliche Kopfgeldsystem halbwegs zu kaschieren und damit rein optisch zu legalisieren, aber in der Konsequenz würden US-Behörden derartige Verschleierungsversuche schnell enttarnen und die Initiatoren im Ernstfall mit lebenslangen Haftstrafen „wegknasten“, um es salopp auf den Punkt zu bringen.

Für Ponzibetrüger und „Krypto-Propheten“ mag es momentan zwar außerhalb der Vereinigten Staaten scheinbar zahlreiche rechtliche Lücken geben, aber würde auch nur eines der bekannten „Ponzi-Kryptosysteme“ in den USA betrieben werden, wäre wohl sofort mit Ermittlungen wegen Betriebes eines Ponzi- und Pyramidensystems in Tateinheit mit Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Verschwörung und gewerbsmäßigen Betruges zu rechnen.

Und genau hier scheint der Grund zu liegen, warum es in den USA keine Kryptovertriebe zu geben scheint.