Tupperware CEO Rick Goings versilbert BeautiControl

Tupperware-Rick-Goings-Beauticontrol

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Das Direktvertriebsunternehmen Tupperware hat ein Agreement mit dem an der Börse notierten MLM-Unternehmen Youngevity getroffen, wonach der Vertrieb von BeautiControl von Youngevity integriert wird. Tupperware erhält künftig Provisionen von den Verkäufen, die von den BeautiControl-Vertriebspartnern erzielt werden. Nach der Schließung der Fabrik in Frankreich versilbert CEO Goings nun auch das Traditionsunternehmen BeautiControl.

Vertriebspartner von BeautiControl gehörten zu den Topverdienern der Branche

Zwischen 1996 und 2006 brachen die weltweiten Umsätze von Tupperware mit Plastikschüsseln um rund 26 Prozent ein. Im amerikanischen Stammmarkt erwischte es den Kultschüsselhersteller zwischen 2002 und 2006 noch härter. Hier kam es zu Umsatzeinbrüchen in Höhe von fast 50 Prozent und auch in Deutschland kollabierten die Umsätze um 20 Prozent.

Angesichts dieser Entwicklung und einem 60-prozentigen Gewinneinbruch zwischen 1996 und 2000 sah sich Tupperware zu einem Wechsel seiner bisherigen Unternehmensstrategie gezwungen. Die neue Geschäftsstrategie sah die Erweiterung auf zusätzliche Konsumgüter vor und so wurde unter anderem im Oktober 2000 das Kosmetikunternehmen BeautiControl übernommen. Für 56,3 Millionen Dollar übernommen.

BeautiControl wurde 1970 als Tochtergesellschaft von Tri-Chem gegründet. Der Höchstumsatz von BeautiControl lag vor zehn Jahren bei rund 150 Millionen Dollar und ist 2016 auf 46 Millionen Dollar eingebrochen. Damals zählten die Vertriebspartnerinnen des Traditionsunternehmens BeautiControl noch zu den Topverdienerinnen im Direktvertrieb.

Rick Goings, CEO von Tupperware: „Wir sind mehr als froh darüber, dieses Agreement mit Youngevity getroffen zu haben. Für die Aktionäre von Tupperware ist diese Entscheidung den Vertrieb zu monetarisieren, ebenfalls eine perfekte Lösung.“

Das Network-Marketing-Unternehmen Youngevity hat seinen Sitz in Chula Vista, Kalifornien, und erzielte in 2016 einen Umsatz in Höhe von 162,6 Millionen Dollar. Sollte die Integration des BeautiControl-Vertriebes gelingen, kann für 2018 mit erheblichen Umsatzsteigerungen gerechnet werden.

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