Vemma ist kein illegales Pyramidensystem!

vemma-bk-boreyko-ftc-2016

Am 21. August 2015, um exakt 14.00 Uhr Ortszeit in Arizona, hat die FTC Federal Trade Commission, eine allmächtige amerikanische Bundesbehörde für Verbraucherschutz, zugeschlagen und das MLM-Unternehmen Vemma angeklagt ein illegales Pyramidensystem zu betreiben.

Webinaris
Klick Tipp

Damals haben die Ermittler der Bundesbehörde mit aller Härte angegriffen und sämtliche Konten und Vermögenwerte des Unternehmens beschlagnahmt. Provisionen konnten nicht mehr ausbezahlt werden und in der Folge ist das Geschäft weltweit eingebrochen.

Freispruch mit Auflagen

Am 15.12.2016 gaben die FTC Federal Trade Commission und Vemma bekannt, dass das Verfahren und die Ermittlungen gegen das Unternehmen im Rahmen eines Vergleichs eingestellt werden.

Festgestellt wurde somit, das Vemma kein illegales Pyramidensystem betrieben hat. Weiterhin verzichtet die FTC auf Bußgelder in Höhe von rund 238 Millionen Dollar, solange Vemma und  BK Boreyko sich an die Auflagen halten, die vereinbart wurden.

Der Imageschaden und finanzielle Verlust für Vemma dürfte allerdings immens sein und es bleibt abzuwarten, ob das Unternehmen aus Arizona wieder auf die Füße kommt, denn nach wie vor ist es Vemma nur erlaubt Provisionen an Vertriebspartner auszuzahlen, sofern nachgewiesen werden kann, dass mindestens 51 Prozent aller Umsätze durch echte Endkunden generiert werden. Hierzu hat Vemma für die nächsten 20 Jahre entsprechende Berichte vorzulegen.

Ist die Hexenjagd wirklich beendet?

Weiterhin ist es Vemma strengstens verboten Einkommensangaben zu machen oder gesundheitsbezogene Aussagen zu den Produkten zu treffen, unterstreicht Jessica Rich, Chefanklägerin und Direktorin der FTC.

Im Klartext bedeutet dies, dass auch andere MLM-Unternehmen, die weiterhin mit dem „Make-Money-Pitch“ oder Heilaussagen am Markt agieren, ebenfalls in das Visier der „FTC-Inquisition“ geraten können.

Verstößt Vemma oder Boreyko gegen eine der gemachten Auflagen, die sicherlich schwer zu erfüllen sind, kann der Spuk erneut losgehen. In der Konsequenz kann Vemma momentan zwar wieder damit beginnen Produkte an Endkunden zu verkaufen, aber ob es gelingt erneut einen internationalen Vertrieb aufzubauen, der nur Geld verdient, wenn 51 Prozent aller Umsätze durch Kunden entstehen und der ansonsten keine Provisionen bekommt, wenn der Schwellenwert unterschritten wird, kann angezweifelt werden.

Geht es also trotz „Freispruch“ weiter mit Vemma und kann jemals wieder eine Umsatzmarke von 200 Millionen Dollar erreicht werden? Boreyko selbst scheint zuversichtlich und will sich eigenen Angaben nach auf die Zukunft und den erneuten Geschäftsaufbau konzentrieren.

Moralischer Freispruch kein Pyramidensystem betrieben zu haben

Zusammenfassend hat sich jedoch nicht viel geändert. Die Vollstreckung des Bußgeldes in Höhe von 238 Millionen Dollar ist zwar ausgesetzt, da Boreyko eine Zahlung in Höhe von 470, 136 Dollar geleistet hat und zur Sicherheit ebenfalls mehrere Immobilien übereignet werden mussten, aber bei den geringsten Verstößten gegen die Auflagen könnte die Gesamtsumme fällig gestellt werden, was wohl mit einem anschließenden Konkurs enden würde.

Das Eis ist dünn und dennoch scheint die gesamte MLM-Branche den Kampfgeist eines Benson Keith Boreyko zu bewundern, der sich nicht geschlagen gibt. Es ist ein bitterer Kompromiss, den Boreyko eingehen musste und so ist der abgeschlossene Vergleich im weitesten Sinne zumindest ein moralischer Freispruch, kein illegales Pyramidensystem betrieben zu haben.

In der Konsequenz hat die FTC ein brutales und Existenz vernichtendes Exempel statuiert und der MLM-Branche glasklar aufgezeigt, wo die Grenzen liegen und wie machtvoll man selbst agieren kann.

Hier können Sie den Bericht auf Facebook kommentieren:

Bitte kommentieren Sie diesen Bericht auf Facebook und liken Sie hier >> MLM WORLDWIDE, damit Sie aktuelle News auf Facebook erhalten.

Hier geht es zum Bericht mit den Anklagepunkten aus 2015

Hier geht es zur Pressemeldung der FTC

Hier geht es zum Unternehmensprofil