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Ominto /Dubli I Foto – CEO Michael Hansen

Die Entwicklungen bei Ominto werden immer dubioser und vor allem undurchsichtiger. Das 2003 von Michael Hansen unter dem Namen Dubli gegründete MLM-Unternehmen, das 2015 in Ominto umbenannt wurde, wurde erst im letzten Jahr am 21. März 2017 an der Nasdaq gelistet, um im großen Stil weitere Anlegergelder einzusammeln. Im Juni 2018 folgte nun das Delisting von der Nasdaq, wodurch der Aktienkurs mittlerweile um über 93 Prozent auf Pennystock-Niveau eingebrochen ist.

Für Anleger war Ominto kein gutes Investment

Wer am 21.3.2017 zum Zeitpunkt der Börsenlistung bei Ominto in Aktien investierte, musste zum Stichtag am 29. August 2018 einen Wertverlust in Höhe von – 93,33 Prozent beklagen. Die Aktie mutiert bei einem Kurs in Höhe von 66 Cent (Stand 29.8.2018) auf Pennystock-Niveau und aus einem Investment in das windige MLM-Unternehmen wurden aus 100.000 Dollar bescheidene 6.666,67 Dollar.

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Ominto Aktienkurs  um 93,33 Prozent eingebrochen I Hier geht es zum Investment-Kalkulator

Ein herber Verlust für alle Anleger, Networker oder Vertriebspartner, die den Versprechungen von Hansen glaubten oder den bezahlten Kampagnen in anderen MLM-Medien vertrauten.

In einer Pressemitteilung am 14. Mai kündigte Ominto an, ein Delisting bei der Nasdaq zu beantragen. Der offizielle Grund für das freiwillige Delisting ist angeblich darin begründet, dass die Gesellschaft ihre periodischen Berichte für das Geschäftsjahr zum 30. September 2017 und das Quartal zum 31. Dezember 2017 nicht rechtzeitig einreichen konnte, ein absolutes Armutszeugnis, für das oft so hochgepriesene Management.

Ominto erhielt bereits am 3. Januar 2018, am 22. Februar 2018 und am 1. März 2018 Schreiben der Nasdaq, in dem angemerkt wurde, dass die Gesellschaft die Anforderungen der Nasdaq für die Aufnahme nach den im Listing Rule genannten Kriterien für die fristgerechte Einreichung nicht erfüllt 5250 (c) (1), und seit dem 14. Mai 2018 hat das Unternehmen scheinbar die Qualifikation zur weiteren Listung an der Nasdaq nicht wiedererlangt.

Nach dem Delisting im Juni 2018 werden die Aktien von Ominto nun wieder unter dem Symbol OMNT als Pennystock gehandelt.

Dubiose Hintergrundszenarien bei Ominto?

Sollen durch die scheinbar absichtlich provozierte Delistung brisante Zahlen, Daten und Fakten vertuscht werden? Wenn man überlegt mit welchem Aufwand und welchen Kosten eine Listung an der Nasdaq verbunden ist, dann verwundert es, wenn Quartalsberichte nach dem vorbörslichen Trommelwirbel nicht rechtzeitig eingereicht werden und dadurch eine Delistung riskiert wird.

Direkt nach der Bekanntgabe zur Delistung hat das gesamte Management, bestehend aus Mitch Hill, Gregory Newell, Jaye Connolly-LaBelle, Peter Harris und Gary Baughman das Handtuch geworfen und sind aus dem Board von Ominto ausgeschieden.

Auch der Nachruf von Michael Hansen, Gründer und CEO von Ominto, hat einen faden Beigeschmack und könnte bei manch einem Anleger, der sich betrogen fühlt, Aggressionen hervorrufen.

So kommentiert Hansen den Abgang der Board-Mitglieder wie folgt: „Es war eine Ehre und ein Privileg, in den letzten Jahren mit solch großartigen Führungskräften zusammenzuarbeiten. Sie haben eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Unternehmens gespielt und wir schätzen ihre Unterstützung und Beiträge. Wir sind aufrichtig dankbar für ihren engagierten Service und wünschen ihnen alles Gute für ihre zukünftigen Bemühungen.

Die Suche nach neuen Mitgliedern unseres Vorstands hat bereits begonnen. Insbesondere haben wir Führungspersönlichkeiten, die über umfangreiche Erfahrung im E-Commerce-Bereich verfügen und die einzigartigen Anforderungen eines globalen Unternehmens verstehen. Wir identifizieren und engagieren uns mit Innovatoren und Pionieren im Online-Handel.“

Lani Pixels musste Konkurs anmelden

Allein die Würdigung des Managements und der Lobgesang auf selbiges sind eine Farce und auch die Tatsache, dass Lani Pixels am 30. Mai 2018 durch ein dänisches Gericht für Bankrott erklärt wurde, lässt reichlich Raum für Spekulationen und Gerüchte.

Erst im Dezember 2016 gab Ominto bekannt, dass 40% von Lani Pixels A / S für 500.000 US-Dollar in bar erworben hat und weitere 8,5 Millionen Dollar für Stammaktien im Wert von $ 3,50 pro Aktie zahlte. Darüber hinaus hat das Unternehmen Lani Pixels 0,5 Millionen Dollar geliehen und eine Schuldverschreibung von 2,0 Millionen Dollar von Lani Pixels gekauft, so heißt es in einer Pressemitteilung.

Die erworbenen Assets machten sich dann allerdings auch gut in der Bilanz von Ominto, um die Braut für den Börsengang etwas hübscher zu machen als sie in Wirklichkeit war, denn bis zur Listung an der Nasdaq hatte Ominto nicht viel zu bieten, außer bereits kumulierte Verluste in Höhe von fast 60 Millionen Dollar und zahlreiche Versprechen, zu einem der ganz großen Cashback-Global-Player im Internet zu werden.

Garantiert sind wohl eher weitere jährliche Verluste in Millionenhöhe und die Umsätze resultierten zu über 90 Prozent nur aus Lizenzpaketen und nicht aus dem Cashback.

Aber auch die Lani Pixels A / S war im Grunde genommen wohl ein wertloses Unternehmen mit hohen Verlusten und einem mageren Jahresumsatz in 2016 in Höhe von knapp 132.698 Dollar. Wo die Investitionen geblieben sind, ist ungeklärt und ob Ominto durch die Abschreibungen selbst in Schieflage gerät bleibt abzuwarten.

»» Hier geht es zur Konkursmeldung von Lani Pixels

Die letzten offiziellen Zahlen und Berichte, die von Ominto verfügbar sind, beziehen sich auf das Q3 Quartal 2017, das mit dem Juni 2017 abschließt.

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