Ominto-Dubli-Michael-Hansen-2016-Report

Das MLM-Cashback-Unternehmen Ominto, vormals Dubli, kommt nicht in die schwarzen Zahlen. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2016, vom 30.9.2015 bis 30.6.2016, konnte ein weltweiter Umsatz in Höhe von 13,418 Millionen Dollar erzielt werden.

Die Verluste für den genannten Zeitraum betrugen allerdings 6,9 Millionen Dollar, wie im Quartalsreport des Unternehmens bekannt gegeben wird. Bedenklicher allerdings sind die kumulierten Verluste, die sich seit Gründung auf 56 Millionen Dollar angesammelt haben und der Hinweis, dass kurzfristige Verbindlichkeiten gestreckt werden sollen.

Neue Liquidität wird dringend benötigt

Eindeutig wird im Q3 Report darauf hingewiesen, dass der Geschäftsbetrieb nur fortgesetzt werden kann, wenn dem Unternehmen „frisches Kapital“ zufließt, was durch weitere Aktienverkäufe erfolgen könnte, eine Taktik, die wohl von Nöten ist, denn relevante Umsatzsteigerungen scheint es nicht zu geben, da der „Dubli-Motor“ nicht anzuspringen scheint.

Größter Umsatz wird mit Lizenzen gemacht

Hauptsächlich resultieren die Umsätze von Ominto scheinbar aus Lizenzverkäufen und nicht aus Cashback-Provisionen. Der Umsatz mit Membership-Lizenzen betrug in den ersten neun Monaten 10,98 Millionen Dollar, was einem Umsatzanteil in Höhe von über 81 Prozent ausmacht. Rechnet man die Business-Lizenzen hinzu, dann werden auf den ersten Blick 12,98 Millionen Dollar mit Lizenzen, also fast 97 Prozent aller Umsätze durch den Verkauf von Lizenzen erzielt.

Weit und breit also momentan keine Spur von nachvollziehbaren Cashback-Einnahmen, mit denen der Vertrieb nennenswerte Provisionen erzielen könnte? Nicht ganz, denn in der Kategorie Membership-Lizenzen, werden auch die Einnahmen aus den „Shop-Umsätzen“ versteckt aufgeführt, die allerdings nicht explizit in Summe ausgewiesen werden, was sicher seinen Grund hat und somit nicht zwingend zur notwendigen Transparenz beiträgt.

Umsätze nach Kategorien von Oktober 2015 bis Juni 2016

Business license fees   I   1,997,736

Membership subscription fees/commission   I   10,989,397

Advertising and marketing programs   I   28,846

Other   I   402,633

Gesamtumsatz   I   13,418,612

Alle Angaben in TSD Dollar.

 

Umsätze in Europa leicht rückläufig

Vergleicht man die Umsätze für die ersten neun Monate in 2015 und 2016, dann ergibt sich ein geringer Umsatzrückgang von 13,73 auf 13,41 Millionen Dollar. In Europa betrugen die Umsätze für die ersten neun Monate nur 2 Millionen Dollar, was allerdings ein schwaches Ergebnis ist.

In Nordamerika sind die Umsätze von 8,49 auf 6,96 Millionen Dollar eingebrochen, in Australien gab es Umsatzrückgänge von 598 auf 408 Tausend Dollar.

In Pakistan und Indien, sowie dem Nahen Osten konnten die Umsätze hingegen von 2,328 auf 4,075 Millionen Dollar gesteigert werden. Die genannten Länder sind aller Wahrscheinlichkeit nach der Region GLOBAL zugeordnet.

Während Europa, Amerika und Australien rückläufig sind, wurde scheinbar durch Ländereröffnungen „Lizenzgeld“ aus den Internet-Entwicklungsländern Pakistan und Indien abgeschöpft. Eine leichtsinnige Taktik, denn wenn man sich weiterhin als „führendes Cashback-Unternehmen“, so zumindest lautet die Eigenwerbung in Pressemeldungen, dann müssen auch Millionenumsätze aus Shop-Umsätzen generiert werden, und zwar in Ländern, in denen das Internetshopping nicht nur im Trend liegt, sondern dort, wo auch die Infrastruktur vorhanden ist, damit Waren ausgeliefert werden können. Welcher Umsatzanteil aus Japan stammt, hier gab es ebenfalls einige Qualifikationen, ist nicht ersichtlich.

Der Cashback-Motor muss jetzt schnell anspringen

Der neue und alte CEO und Gründer des Unternehmens, Michael Hansen, muss endlich Fakten schaffen und Ergebnisse bringen, auch wenn es sich beim Ominto-Cashback-System, um eine anspruchsvolle Sofwareprogrammierung handelt. Das Unternehmen ist an der Börse notiert und steht unter Beobachtung der Analysten.

Nachdem Ivan Braiker und Tom Virgin und zahlreiche andere Zugpferde aus den unterschiedlichsten Managementbereichen aus dem Unternehmen ausgeschieden sind, hat Hansen als CEO wieder das Zepter übernommen, was ebenfalls nach den zahlreichen Ankündigungen in der Vergangenheit kein gutes Signal für die Börse ist.

Nachdem im November 2015 ein Aktiensplit von 1:50 vorgenommen wurde, notierte die Aktie zeitweise bei 8,5 Dollar, ist jedoch zum Stichtag am 27.8.2016 auf 2,75 Dollar gefallen.

Informationen nach, sollen die neuen Softwareapplikationen, die für den Vertrieb von so großer Bedeutung sind, fertiggestellt worden sein. Insbesondere in Deutschland warten einige Führungskräfte wohl darauf, dass Worten und zahlreichen Ankündigungen nun endlich Taten folgen.

Umsätze nach Regionen für den Zeitraum Oktober 2015 bis Juni 2016

European Union

2016 – 2,004,334 

2015 – 2,317,928

North America

2016 – 6,961,890 

2015 – 8,491,876

Australia

2016 – 408,900

2015 – 598,903

Global

2016 – 4,075,367

2015 – 2,328,308

 

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