Banner-Broker-Chris-Smith-betrug

Die Köpfe des Werbebannersystems Banners Broker, Christopher George Smith und Rajiv Dixit sind am 9. Dezember 2015 in Kanada, Vancouver, verhaftet worden. Bereits im Januar 2013 hat die Jagd seitens der Behörden auf Smith und Dixit begonnen und die internationalen Ermittlungen wegen Initiierung eines illegalen Ponzi-Systems nahm Fahrt auf.

Wie es scheint, handelt es sich um eine konzertierte Aktion mehrerer internationaler Behörden, denn an den Ermittlungen waren neben der kanadischen Kriminalpolizei unter anderem auch die Steuerfahndung, die amerikanische Federal Trade Commission, FTC, die FINTRAC, Financial Transactions and Reports Analysis Centre of Canada, eine Bundesbehörde, die aktiv wird bei Geldwäsche und bei Verdachtsmomenten zur Finanzierung von Terrororganisationen.

Da die vermeintlichen Ponzi-Massenbetrüger aus Toronto heraus agierten und sich zahlreicher Scheinkonstruktionen, Offshore-Firmen und Konten in Belize, St. Lucia, Zypern bedienten, gehört auch das kanadische Finanzamt dem Konglomerat der Ermittlungsbehörden an.

Den Tätern wird vorgeworfen mit irreführenden Angaben weltweit Anleger in ein völlig nutzloses und zum Schein vorgeschobenes Werbenetzwerk, in dem in einem „Inzuchtsystem“ für die Teilnehmer Werbebanner geschaltet wurden, gelockt zu haben.

Bis Ende 2012 sollen die Ponzi-Zocker insgesamt rund 93 Millionen Dollar eingesammelt haben, wovon circa 45 Millionen Dollar als Provisionen an die Teilnehmer zurückgeflossen sein sollen. Der Rest des Geldes wurde dann offenbar in Offshore-Oasen verschoben. Da die Ermittlungen international angelegt wurden, kann es unter Umständen sogar zu erweiterten Querprüfungen der Finanzämter kommen, da die Empfänger der Provisonsauszahlungen scheinbar auch auf der Checkliste der Steuerprüfer stehen.

Das Verfahren findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Hier geht es zum Polizeivideo: Hier anklicken

Lassen Sie sich sofort die Provisionen auszahlen!

Wer noch Geld in Werbenetzwerken in Form von sogenannten Paketen hat, sollte sich jetzt sein Geld auszahlen lassen, denn die Behörden ermitteln scheinbar weltweit, auch gegen ähnliche, artverwandte oder Copycat-Systeme und erfassen angeblich die Namen von Beteiligten über die Social-Media-Kanäle. Allerdings könnten einige Systeme bei zeitgleicher oder konzentrierter Anfrage nach Auszahlungen kollabieren und zusammenbrechen, sofern es sich um Ponzi-Systeme handelt.

Durch die negative Presse im Zusammenhang mit den Verhaftungen der Banners Broker Macher, könnte es nun weltweit zu panischen Auszahlungsanfragen bei artverwandten Geschäftsmodellen kommen. Auch hier gilt: „Wer zuerst sein Geld auf dem eigenen Konto hat, könnte seine Gewinne retten“, die dann selbstredend versteuert werden müssen.

In einer Pressemitteilung vom 15. Oktober 2015 gab My Advertising Pays bekannt, dass der amerikanische Markt geschlossen wird. Als Begründung wird angeführt, dass die Entwicklung der globalen Wirtschaft und ein schrumpfender US-Markt verantwortlich für den Rückzug des Unternehmens seien.

Demnach scheint MAP, das Werbepakete verkauft, so ziemlich das einzige Online-Unternehmen am US-Markt zu sein, für das es in einem internetaffinen Land wie den USA, mit mehr als rund 320 Millionen Einwohnern nicht zu laufen scheint, obwohl die USA als einer der weltweit größten Online-Werbemärkte gelten.
Angeblich werden 90 Prozent aller Umsätze in Europa erzielt, insofern kann man sich fragen, warum in den USA niemand an derartigen Produkten Interesse zeigt und so hinterlässt dieses Statement einen fadenscheinigen und nebulösen Beigeschmack, dass zahlreiche Fragen aufwirft.

Als Unternehmenssitz gab das Unternehmen am 15.10.2015 noch an: „MyAdvertisingPays (MAP) Limited is operated from its offices in Anguilla“. Anguilla (spanisch für „Aal“), vielleicht erklärt sich hier die Schlüpfrigkeit in der eigenen Außendarstellung, ist eine der Inseln der Kleinen Antillen in der Karibik.

Aber auch Get Profit Ads kann auf einen Firmensitz verweisen, der echtes Vertrauen schafft. GPA führt seine weltweiten Geschäfte von Bali aus und tritt wie ein Weltkonzern auf, der den anderen Werbenetzwerken wie Google & Co. scheinbar den Kampf angesagt hat.

Die Adresse lautet: Jl Sekar Tunjung X/I No. 4 Kesiman Denpasar – Bali – Indonesia

Auch StarAd24 zeigt sich seriös und gibt vorsorglich keinen Geschäftsführer für die StarAd24 Limited an, die im 1st Floor, 138 Main Street, Gibraltar, unter der Reg. Nr.: 111886 eingetragen ist.
Finger weg also von dubiosen Unternehmen mit Karibikkonstruktionen oder Systemen, die nicht einmal ein Impressum ordnungsgemäß angeben, um sich in der Grauzone bewegen zu können, denn das könnte seinen Grund haben.