Dennis-Nowak-YouTube-Video

Sreenshot / Dennis Nowak veröffentlicht YouTube-Video

In einem am 11.10.2020 hochgeladenen Video auf YouTube fordert Dennis Nowak, Network-Marketing-Urgestein und mittlerweile mehrfacher Multimillionär, den Firmengründer von Lavylites, TJ, (Annahme der Redaktion Tibor Jakabovics) auf, eine noch ausstehende Provision in Höhe von 1 Million Euro für die Vertriebspartner ID 137757, die Cidney Nowak gehören soll, auszuzahlen.

Multi-Millionen-Geschäft sollte an nächste Generation gehen

Eigenen Angaben nach startete Nowak Mitte 2014 bei dem aus Ungarn stammenden Network-Marketing-Unternehmen Lavylites, das zur damaligen Zeit gerade einmal Umsätze in Höhe von 500.000 Euro monatlich erzielte und noch ganz am Anfang stand.

Nur 12 Monate später hatte Dennis Nowak alle Rekorde innerhalb des Unternehmens gebrochen und rund 150 eigene rekrutierte Erstlinien an den Start gebracht. Nach zwei Jahren beliefen sich die Umsätze innerhalb der Organisation auf wöchentlich zwei Millionen Euro und zum Zeitpunkt der Übergabe der Vertriebsorganisation Mitte 2019 an Tochter Cidney Nowak sollen rund 20.000 Vertriebspartner im Team gewesen sein, so Dennis Nowak.

In der Spitze betrugen die monatlichen Provisionen rund 60.000 Euro, heißt es, womit das Jahreseinkommen auf schätzungsweise über 700.000 Euro taxiert werden könnte. Ein Vermögenswert mit Substanz, der als „Erbe“ an die nächste Generation übergehen sollte und symbolisch für den Traum eines jeden Networkers steht, ein nachhaltiges Geschäft entweder zu hinterlassen oder verkaufen zu können, aus dem ein passives Einkommen bezogen werden kann.

Übergabe der Vertriebsposition wird zum Schachspiel

Nachdem die Vertriebsposition nach Absprache mit Lavylites in eine eigens für den Generationswechsel gegründete deutsche GmbH eingebracht wurde, die Cidney Nowak gehörte, sollen dann auch für die ersten zwei Monate anstandslos die Provisionen geflossen sein.

Im Grunde genommen und rechtlich betrachtet eine scheinbar eindeutige Einverständniserklärung seitens des Unternehmens insbesondere auch unter dem Aspekt, dass die hierzu notwendige juristische Feinarbeit der Vertragsgestaltung hinsichtlich der Überschreibung durch eine in diesem Fachbereich spezialisierte Anwaltssozietät vorgenommen worden sein soll.

Dennis Nowak: „Dann kam auf einmal nichts mehr. Meine Tochter aktivierte ihren Anwalt, worauf hin beide zu einem Termin in Budapest eingeladen wurden. Bei dem Meeting in Ungarn wurde dann entschieden, dass alles so weit in Ordnung sei und die aufgelaufenen Provisionen in Höhe von ca. 400.000 Euro an meine Tochter ausbezahlt werden sollten.“

Skurriles Szenario mit bitterem Beigeschmack

Anstatt einer Zahlung passierte scheinbar nichts. „Keine Antwort, kein Geld, stattdessen wurde der Account wieder auf mich umgeschrieben, wie im Backoffice ersichtlich war, und einige Tage später eingefroren, womit auch wesentliche Qualifizierungen nicht mehr möglich waren“, empört sich Multimillionär Nowak.

Die Situation eskalierte und nach Androhung seitens Nowak die Presse und Behörden einzuschalten, konterte Jakabovics wohl mit Strafanzeigen in Budapest und kürzlich wohl auch in Deutschland wegen Erpressung.

Ein skurriles Szenario, denn mittlerweile sollen sich die Forderungen von Cidney Nowak, wie in der Videobotschaft angeführt, auf die Rekordsumme von 1 Million Euro belaufen.

Gerichtsstand in dieser Angelegenheit ist Ungarn, dürfte man fachverständlich meinen, aber so einfach scheint die Angelegenheit nicht zu sein, wie die Anwälte der Nowaks konstatieren, denn das internationale Firmengeflecht glänzt durch Undurchsichtigkeit, heißt es.

Dennis Nowak: „Es wurden mindestens acht verschiedene Firmen gegründet, unter anderem in  Hongkong. Es gibt bis heute keinen offiziellen Geschäftspartnervertrag mit dem Unternehmen. Kein Vertriebspartner hat einen Vertrag! Es gab nur AGB, die akzeptiert werden mussten und die aus meiner Sicht immer wieder zum Nachteil der Vertriebspartner verändert worden sind.“

Schwere Vorwürfe, aber es sollen auch vier weitere Top-Vertriebspartner von Lavylites gesperrt worden sein, darunter auch die ehemalige No. 1 des Unternehmens, ergänzt Dennis Nowak, der wohl in diverse Richtungen hat recherchieren lassen.

Cidney und Dennis Nowak wollen 1 Million Euro nicht behalten, sondern spenden

„Was wirklich schwerfällt, ist, dass man nichts tun darf. Um die rechtliche Situation nicht zu gefährden, darf man nichts sagen. Das bedeutet, wenn wir die Wahrheit sagen, kann das gegen uns verwendet werden und dann womöglich die offene Provision einbehalten werden. Aber jetzt ist Schluss mit der Zurückhaltung, da wir uns in der luxuriösen Situation befinden, nicht auf das Geld angewiesen zu sein. Sollten wir das Geld dennoch erhalten, werden wir die 1 Million Euro an ein Projekt spenden, das Kinder unterstützt, die ohne Eltern aufgewachsen sind“, fasst Dennis Nowak die Situation zusammen.

Ein Statement seitens Lavylites warum keine Auszahlung der Provisionen erfolgte, soll es bisher nicht geben. Aus presserechtlichen Gründen werden wir das Unternehmen zu einer Stellungnahme auffordern, denn der Fall scheint brisant. Unabhängig von dem Rechtsstreit zwischen Nowak und Lavylites kommt es immer häufiger innerhalb der Branche zu vergleichbaren Provisionseinbehaltungen. Unternehmen greifen immer häufiger zum Mittel der Schecksperre und versuchen so, Vertriebspartner bis zu einer rechtlichen Klärung ausbluten zu lassen. Ein Brandthema, das gerne unter dem Artikel auf Facebook kommentiert werden kann.

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