Verway-Ilhan-Dogan-I-Facto-Financial-AG

Foto: Ilhan Dogan, Facto Financial Services AG, Michael Basche GGF der Basche Versicherungsmakler GmbH, Vertriebsleiter Verway – Andreas Lücking / Quelle Facebook

Mitte April 2018 stellte der Gründer von Verway, Ilhan Dogan, auf dem Opening in Würzburg die Kooperation mit der Facto Financial Services AG vor, einem Unternehmen, das auf die Rückabwicklung von Lebensversicherungen spezialisiert ist. Jetzt ist der Deal „aus Altpapier Millionen zu machen“ geplatzt, denn Facto meldete am Freitag den 27.7.2018 in München Insolvenz an.

Facto hatte 1 Million Provisionen zugesichert

Rund fünf Millionen Versicherungspolicen wollte Björn Schürenberg von der Facto Financial Services AG mit den Vertriebspartnern der Verway AG abwickeln, um den ganz großen Reibach zu machen, denn fast 50 Prozent der abgewickelten Lebensversicherungsbeträge sollen laut der Plattform Verbraucherschutz.TV von Facto kassiert werden. Ein lukratives Geschäft, das nun geplatzt ist.

Schürenberg sicherte Verway scheinbar mit vollmundigen Versprechungen rund 1 Million Euro zu, die als Provision hätten umgehend noch in 2018 ausgeschüttet werden können und garantierte wohl weitere 100 Millionen Euro für Verway, die angeblich als Back-up zum Ankauf von Lebensversicherungen vorhanden sein sollten.

Das es bereits hinter den Kulissen der Facto Financial Services AG lichterloh gebrannt haben dürfte, scheint mehr als wahrscheinlich, denn Schürenberg wusste als Insider mit Sicherheit bereits im April 2018 von den Zahlungsschwierigkeiten des Unternehmens.

Multichanel-Marketing hat also auch seine Tücken, insbesondere wenn man sich als MLM-Unternehmen auf das Parkett der Finanzdienstleistungsbranche begibt.

Was bedeutet die Insolvenz für die Vermittler?

Beim momentanen Stand besteht scheinbar keine Vermittlerhaftung für die Vertriebspartner, sofern diese lediglich an Facto vermittelt haben, kommentieren einige Anwaltssozietäten den Fall im Internet. Voraussetzung scheint allerdings zu sein, dass diese keine Einsicht in eine Unwirtschaftlichkeit der Facto AG hatten und auch keine eigene aktive Beratung vorgenommen haben.

„Aus unserer Sicht besteht für Vermittler wenig Besorgnis einer Haftung zu unterliegen, außer Sie haben gewusst oder hätten wissen müssen, dass die wirtschaftliche Lage der Facto AG bedrohlich ist. Auch Vermittler haben aufgrund der Insolvenz aus unserer Sicht ein fristloses Kündigungsrecht des Vermittlervertrages“, so eine Anwaltskanzlei aus München.

Verway kündigt am 30.7.2018 offiziell Zusammenarbeit mit Facto auf

Verway Gründer Ilhan Dogan reagierte allerdings umgehend und kündigte am 30.7.2018 die Zusammenarbeit mit der Facto Financial Services AG auf und handelt damit konsequent.

Stellungnahme Verway:

Unternehmerisches Handeln bedeutet für uns auch Transparenz, Ihnen als VERWAY Markenbotschafter gegenüber.

In Gespräch mit der Geschäftsleitung der Facto Financial Services AG, wurde uns mitgeteilt, dass Facto leider für einige Bereiche Insolvenz angemeldet hat. Wir finden es sehr schade, dass Facto in diese Situation geraten ist. Grund dafür, ist der extrem hohen Kostenapparat, der hier vorhanden ist.

Facto besteht mit einem Experten-Team aus Anwälten und Mitarbeitern weiter.

Das ist für VERWAY und Herr Dogan ein zu großes Risiko. Aus diesem Grund beendet VERWAY mit dem heutigen Tage die Kooperation mit der Facto AG. Hier ist es uns auch wichtig, Sie als Geschäftspartner in Ihrem Unternehmensaufbau zu schützen.

Konzentrieren und fokussieren Sie und wir uns ganz auf die anderen wertvollen Bereiche, wie VERWAY Crypto, VERWAY Highlight-Produkte und VERWAY Clean Energy.

Mit VERWAY sind sie breit aufgestellt und es zeigt sich klar der Vorteil eines Multichannel-Unternehmens.

Hier geht es zur Meldung von Verway: https://service.verway.ch/hc/de/articles/360007589273-30-07-2018-Update-Beendigung-der-Kooperation-mit-der-Facto-AG

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