Amazon-Jeff--Bezos-Partnerprogramm-MLM-Nahrungsergänzungen

Amazon-Jeff–Bezos-Partnerprogramm-MLM-Nahrungsergänzungen

Mit einem Umsatz in Höhe von 136 Milliarden Dollar in 2016 versetzt der 1994 von Jeff Bezos gegründete Onlinegigant Amazon nicht nur den Einzelhandel in Angst und Schrecken, sondern könnte auch immer gefährlicher für Network-Marketing-Unternehmen werden, die nur reine Nahrungsergänzungsmonopräperate verkaufen, denn alles, was vom Preis her vergleichbar ist, kann ganz einfach bei Amazon über die Suchmaschinen gefunden werden.

Kein Markt und kein Vertriebssystem ist mehr vor Amazon sicher

Amazon hat die Welt verändert und als Bezos 1994 das Unternehmen im US-Bundesstaat Washington gründete, wurde er noch von vielen als latenter Spinner belächelt, da sich zu dieser Zeit niemand so richtig vorstellen konnte, welche Bedeutung der Onlinehandel einmal haben würde.

Im Oktober 1995 öffnete sich die Plattform mit der URL „amazon.com“ der breiten Öffentlichkeit. Was die wenigsten wissen ist, dass Bezos sein Unternehmen ursprünglich Relentless nennen wollte (englisch für unbarmherzig, unerbittlich, gnadenlos), allerdings sollen Freunde ihm jedoch davon abgeraten haben.

Der ursprüngliche Name scheint dennoch Programm hinter den Kulissen zu sein und beschreibt wohl auf den Punkt die Unternehmenskultur, wenn es darum geht, sich gegen andere Marktteilnehmer zu behaupten oder diese auszuschalten. Nur 22 Jahre nach der Gründung dominiert das Unternehmen mit Hauptsitz in Seattle den Handel im Internet und erobert immer mehr Marktsegmente.

Hat Amazon den Markt mit Nahrungsergänzungen im Visier?

Laut einem Report von One Click Retail, einem E-Commerce Marktforschungsunternehmen, ist der Umsatz des Onlinegiganten Amazon in den letzten 52 Wochen im Health & Wellness Segment um 30 Prozent auf 2,55 Milliarden Dollar angestiegen.

Insgesamt betrug der Amazon-Umsatz mit Nahrungsergänzungen 1,8 Milliarden Dollar und der mit Fitness-Armbändern, die beispielsweise auch World Global Network und neuerdings auch ForeverGreen anbieten, immerhin schon 600 Millionen Dollar.

Aber auch mit speziellen Nahrungsergänzungsprodukten für Sportler hat Amazon schon satte 590 Millionen Dollar umgesetzt, mit Vitaminprodukten 250 Millionen Dollar und mit Diätprodukten knapp 270 Millionen Dollar.

Wer keine Produkte mit Alleinstellungsmerkmal hat, bekommt Probleme

Amazon wird oft vorgeworfen, die Produktbestseller auf dem eigenen Onlinemarktplatz herauszufiltern, diese dann zu kopieren und in eigener Regie anzubieten. Reine Monopräparate aus dem Nahrungsergänzungsbereich sind für Konsumenten immer einfacher vergleichbar und routinemäßig nutzen Kunden den Onlineriesen Amazon aufgrund seiner dominanten Präsenz bei Google, um Preise von Produkten durch Suchanfragen zu vergleichen. Hierdurch entsteht eine nie dagewesene Transparenz.

Network-Marketing-Unternehmen, die also keine besonderen, exklusiven Produkte mit Alleinstellungsmerkmal zu bieten haben, die sich vom Massenmarkt abheben, geraten schnell in den gnadenlosen Preisvergleich, womit der Vertrieb vom preislichen Argument her schnell Probleme bekommen

Direktvertriebsunternehmen sind also immer mehr gefordert innovative und vor allem nicht kopierbare Produkte herzustellen. Der Verbraucher ist in der heutigen Zeit äußerst preissensibel und dennoch qualitätsbewusst, insofern langt das Argument nicht mehr aus, dass Produkte aus dem Direktvertrieb allein deswegen teurer sein würden, weil diese beratungsintensiv seien.

Will ein Network-Marketing-Unternehmen echte Kunden gewinnen, dann muss das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen, damit der Vertriebspartner nicht nur einmalig Endkunden gewinnen kann, sondern diese auch langfristig als Vorzugskunden sichern kann.

Bislang sind die Umsätze von Amazon im Bereich der Nahrungsergänzungen verhältnismäßig niedrig, aber das kann sich schnell ändern, wenn der Onlinegigant seine Strategie perfektioniert und sein bereits bestehendes Affiliateprogramm in Form einer Sonderdivision modifizieren sollte.

Das Amazon Partnerprogramm ist eines der größten und erfolgreichsten Affiliateprogramme, mit mehr als 900.000 Teilnehmern weltweit. Käme Bezos auf die Idee in den Bereichen der Nahrungsergänzungen und Kosmetik mit exklusiven Produkten ein zwei- oder dreistufiges Provisionsmodel auch für wiederkehrende Umsätze freizuschalten, hätte das sicherlich Auswirkungen.

Nahrungsergänzungen sind Milliardenseller im Direct Selling

Insgesamt wurde in 2016 im Direct Selling ein weltweiter Umsatz in Höhe von 182,5 Milliarden Dollar erzielt, gab die WFDSA im letzten Jahresreport bekannt. Der Umsatzanteil mit „Nutrition und Wellnessprodukten“ lag bei 63,51 Milliarden Dollar. Mit Sicherheit ein interessanter Markt für Bezos, der zudem auch noch international aufgestellt ist.

Foto: Copyright I Amazon – Jeff Bezos

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