Tupperware-Earl-Silas-Tupper

Earl Silas Tupper wurde am 28. Juli 1907 in Berlin, New Hampshire geboren und ist am 5. Oktober 1983 im Alter von 76 Jahren in Costa Rica verstorben. Earl Tupper löste mit seiner Erfindung, den „Tupperware-Behältern“, eine wahre Haushaltsrevolution aus, die bis heute, 110 Jahre nach seinem Tod anhält.

Kaum eine Hausfrau kennt Tupperware nicht und weltweit gibt es kaum einen Haushalt, in dem nicht im Schrank Produkte des „Schüsseldealers“ aus den USA lagern. Diese Idee hat eindeutig die Küchen dieser Welt erobert und nach wie vor erzielt das an der Börse notierte Unternehmen Tupperware Milliardenumsätze mit seinen Produkten.

Ein Farmersjunge verändert die Küchen dieser Welt

Earl Tupper wurde auf einer kleinen Familienfarm in New Hampshire, USA geboren. Sein Vater Earnest Leslie Tupper arbeitete auf der Farm und seine Mutter Lulu Clark Tupper half in einem Waschhaus und einer Pension aus. Tupper schloss 1925 die Schule ab und arbeitete anschließend auf der Familienfarm mit.

Zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand erahnen, dass Earl Tupper ein Produkt entwickeln wird, das zu einer wahren Haushaltsrevolution führen wird und zukünftig Milliardenumsätze erzielen wird.

Nach einiger Zeit machte er sich selbstständig, jedoch ging seine Firma 1936 pleite. Anschließend arbeitete er für zwei Jahre bei dem Chemieunternehmen DuPont, wo er sich das entsprechende Wissen aneignete, um Kunststoffprodukte herzustellen.

Schon als Kind machte Tupper etliche Erfindungen. Später experimentierte er mit Polyethylen und entdeckte ein Material, das flexibel und durchsichtig, aber weder spröde noch porös war. Außerdem erfand er einen Deckel, mit dem man eine Plastikdose luft- und wasserdicht verschließen kann. Diese Erfindung ließ er sich 1949 patentieren.

Tupperdosen führten zur weltweiten Haushaltsrevolution

Mit seiner Earl S. Tupper Company stellte er ab 1939 Kunststoffprodukte her und vertrieb sie zunächst im Einzelhandel. Brownie Wise, die dies bemerkte, kam auf die Idee, Tupperware von da an via Tupperpartys von Haus zu Haus zu vermarkten.

Tupperware-Earl-Tupper-Brownie-Wise

Sie schlug Earl Tupper vor, seine Produkte aus dem Einzelhandel zu nehmen und diese ab sofort nur noch über Direktmarketing zu veräußern. Somit ermöglichte sie in den 50er Jahren Hausfrauen, auch ins Berufsleben einzusteigen.

Earl Tupper und Brownie Wise bauten ab 1951 den weltweiten Vertrieb der Plastikschüsseln auf. Bevor Tupper sich 1958 aus dem aktiven Geschäft zurückzog, verkaufte er das Unternehmen

Chronologie einer Erfolgsgeschichte

1939 Earl S. Tupper gründet seine erste eigene Firma, die Tupper Plastics Company.

1942 Tupper stellt den ersten glockenförmigen Behälter, den Trinkbecher „Bell Tumbler“ im Spritzgussverfahren her. Er wurde zu einem der beliebtesten Produkte von Tupperware.

1946 Tupper überführt seine Firma in eine neue Form: die Tupperware Company. Dies gilt als Gründungsdatum für die heutige Tupperware Brands Corporation.

1946 Earl Tupper stellt die Wunderschüsseln („Wonderlier-Bowls“) der Öffentlichkeit vor.

1948 Tupperware wird nach einem von Brownie Wise entwickelten Konzept ausschließlich im Direktvertrieb, auf Tupperpartys, vertrieben.

1949 Der luft- und wasserdicht schließende Tupperware-Sicherheitsverschluss wird patentiert und verändert dadurch die Möglichkeiten in der Aufbewahrung und im Transport von Lebensmitteln.

1951 Brownie Wise wird für ihre Leistung beim Entwickeln der Tupperpartys Vicepräsidentin von „Tupperware Home Parties“.

1958 Earl S. Tupper verkauft das Unternehmen, um seinen wohl verdienten Ruhestand zu genießen.

1961  In Erembodegem in Belgien wird die erste Tupperware-Fabrik auf europäischen Boden errichtet.

1962 Tupperware Deutschland wird gegründet. Gleich zur Markteinführung in Deutschland ist die Große Rührschüssel eines der beliebtesten Produkte: Zubereitung von Hefeteig ist mit diesem Bestseller ein Kinderspiel. Wegen des Geräuschs, das sie macht, wenn der Teig fertig ist, wird sie seitdem auch liebevoll „Peng-Schüssel“ genannt.

1965 Die belgische Fabrik zieht nach Aalst um, sechzehn Maschinen produzieren Tupperware „Made in Belgium“.

1966 Der Designer Bob Daenen, auf den 260 Tupperware-Patente zurückgehen, bekommt den Auftrag von Tupperware, ein Europäisches Design-Zentrum in Aalst aufzubauen.

1973 Der Verkauf des Sieb-Servierers, dem Allrounder für jede Küche, startet in Deutschland: Auftauen, Abtropfen, Pochieren, Überbrühen, Fertiggaren, Warmhalten und Servieren – alles in Einem.

1977 Wer einen Behälter für Backofen, Mikrowelle und Gefrierschrank gleichzeitig sucht, findet ihn bei der Tupperware Serie Ultra 21-Serie. Sie ist der Vorgänger für die heutigen UltraPros.

1982 Die Einführung der Eidgenossen revolutioniert die Vorratshaltung und sorgt für mehr Stauraum, aufgeräumte Schränke und einen sicher verpackten Trockenvorrat.

1988 Passend zum aufkommenden Boom des Mikrowellenherdes stellt Tupperware den weltweit ersten Behälter vor, den man derMikrowelle nicht nur zum Aufwärmen, sondern auch zum Kochen nutzen kann: den Tupperwave 200. Er ist der Vorgänger der heutigen MicroPlus-Serie.

1991 Mit dem Rührstar wird zum ersten Mal ein Tupperware-Produkt hergestellt, das nicht nur zweifarbig ist, sondern auch aus zwei unterschiedlichen Kunststoffarten bestehen.

1991 Einführung des Micro3-Garsets, mit der zur gleichen Zeit ein ganzes Menu in der Mikrowelle gekocht werden kann.

1992 Einführung der neuen MicroPlus Serie mit der Tupperware zur Nummer 1 im Verkauf von Mikrowellen-Produkten aufsteigt.

1996 Die Tupperware Brands Corporation wird an die Börse gebracht.

1997 Tupperware-Designausstellung im Designzentrum Nordrhein-Westfalen, Essen

1998 Einführung der UltraPlus-Serie

2000 Gemüse und Obst müssen atmen, damit sie lange frisch bleiben: Das macht der PrimaKlima mit seinen verstellbaren Ventilen möglich.

2002 Einführung der Silikonformen.

2004 Einführung der Chef Serie, der Kochtopfserie von Tupperware

2004 Einführung des KäseMaX mit CondensControl Filter, das zwar Feuchtigkeit nach außen dringen lässt, aber keinen Geruch.

2005 Tupperware ist im Rahmen der „ENEIDE“-Mission auf der internationalen Raumstation ISS.

2005 Einführung des Mini-Max, des ersten zusammenfaltbaren Behälters von Tupperware

2010 Einführung des 101° MicroGourmets, des ersten Dampfgarers für die Mikrowelle: Tupperware revolutioniert mit dem 101° MicroGourmet, dem innovativen Dampfgarer für die Mikrowelle, die schnelle, gesunde und vitaminschonende Zubereitung von Speisen.

2012 Einweihung des neuen Logistikzentrums in Eppertshausen

Foto: Tupperware Archiv

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