Indien-Ponzibetrug

Bis zu 7 Jahre Haft für Ponzibetrüger und Initiatoren von Pyramidensystemen

Mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern ist Indien nach China das bevölkerungsreichste Land der Welt und auch gleichzeitig eines der ärmsten Länder der Welt. Nach Angaben der Weltbank haben 44 Prozent der Einwohner weniger als einen US-Dollar zur Verfügung, insofern ist man neuen Geschäftsideen gegenüber extrem aufgeschlossen.

Idealer Nährboden für Pyramiden- und Ponzibetrüger

Dort wo Armut herrscht und Bildung ein absoluter Luxus ist, finden die zahlreichen Pyramiden- und Ponzibetrüger einen idealen Nährboden, um illegal Geld unter dem Deckmantel des Network Marketing einzusammeln. Das scheint auch den Behörden ein Dorn im Auge zu sein und im ohnehin korrupten und vom Kastenwesen geplagten Land, scheint man jetzt die Reißleine ziehen zu wollen, damit die Ärmsten der Armen nicht weiter ausgeplündert werden.

Kryptobetrugssysteme im Visier

Am 21. Februar 2018 hat die Regierung einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der Haftstrafen von bis zu sieben Jahren für Ponzibetrüger und Betreiber von Pyramidensystemen vorsieht. Sobald das Gesetz in Kraft tritt, kann es besonders eng werden für die Führungskräfte und Initiatoren der zahlreichen Kryptobetrugssysteme, die in den Millionenstädten ihr Unwesen treiben, denn diese scheint man in Indien seit OneCoin ganz besonderes im Visier zu haben.

Wer also Anlagegelder ohne Genehmigung einsammelt, muss künftig damit rechnen, indische »Kerkergegebenheiten« aus der Nähe kennenlernen zu müssen. Mit Sicherheit ein Schritt in die richtige Richtung, denn Kryptovertriebe haben nichts mit Network Marketing zu tun.