Network-Marketing-Indien

Network Marketing in Indien

Einer Studie der indischen Handelskammer nach, soll das Umsatzvolumen der Direct Selling Unternehmen, die in Indien tätig sind bis 2021 auf 2,5 Milliarden Dollar ansteigen, berichtete die Economic Times. Eine optimistische Prognose, denn der indische Markt gilt als rechtlich kompliziert und bedarf vieler Reformen, damit weitere Network-Marketing-Unternehmen sich hier offiziell ansiedeln.

Indien weltweit auf #22 unter den DSN 100 in 2017

Asien ist die MLM-Boom-Region für alle Network-Marketing-Unternehmen. Das erzielte Umsatzvolumen im Direct Selling betrug 2016 für die Region Asia Pacific 83,749 Milliarden Dollar. Offiziell sollen in dieser Region laut WFDSA rund 53,469 Millionen Geschäftspartner im Direktvertrieb oder Multi Level Marketing tätig sein, was einem weltweiten Anteil von rund 50 Prozent aller Distributoren entspricht.

Indien gehört innerhalb Asiens aufgrund seiner 1,3 Milliarden Einwohner zu den wohl interessantesten und exotischsten Märkten für Network-Marketing-Unternehmen. 2016 betrugen die Umsätze, den Direct Selling Companies dort erzielten 1,179 Milliarden Dollar. Auf der DSN 100 Rankingliste konnte sich Indien auf Platz 22 behaupten.

Die prognostizierten Umsatzsteigerungen sind allerdings äußerst ambitioniert, denn Indien ist für Network-Marketing-Unternehmen nach wie vor ein unberechenbarer Markt, geprägt von Behördenwillkür und Korruption. Insofern bedarf es wohl einiger schneller Reformen, damit sich Umsätze von bislang 1,18 Milliarden auf die prognostizierten Umsätze in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar entwickeln können.

Umsatzvolumen im Direct Selling in Indien in Milliarden Dollar

  • Jahr
  • 2013
  • 2014
  • 2015
  • 2016
  • Umsatz in Millionen Dollar
  • 1.024
  • 1.066
  • 1.131
  • 1.179

Viele Führungskräfte wollen Moneydeals

Nahrungsergänzungsprodukte liegen in Indien voll im Trend, dicht gefolgt von Beautyprodukten. Überwiegend geht es den Indern allerdings darum eine Geschäftsgelegenheit finden zu können, mit der Geld verdient werden kann, da im Land große Armut herrscht und das Kastensystem nicht viele Aufstiegsmöglichkeiten bietet und eine ganze Gesellschaft im Würgegriff hält.

Der Markt ist allerdings volatil und es gibt zahlreiche Führungskräfte, die für »Moneydeals« die eigenen Organisationen von einem zum anderen Unternehmen umschichten. Wer auf die Machenschaften indischer „Führungskräfte“ hereinfällt, kann schnell zweistellige Summen versenken. Insbesondere wenn es um die Markteröffnung geht, melden sich zahlreiche angebliche indische Topleader, um bereits im Vorfeld Geld für den Einstieg zu kassieren. Versprochen wird dann, dass angeblich einige Tausend »Downliner« ebenfalls wechseln werden.

Alles im Würgegriff des indischen Kastensystems

Network-Marketing-Indien-MLM

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Laut indischer Verfassung darf zwar kein Inder aufgrund seiner Kaste diskriminiert werden, aber die Realität sieht anders aus, denn von Geburt an bis zum Tod bleibt ein Hindu, die rund 80 Prozent der Bevölkerung stellen, an seine Kaste gebunden.

Der Hinduismus, der seinen Ursprung in Indien hat, ist mit rund einer Milliarde Anhängern und etwa 15 % der Weltbevölkerung nach dem Christentum und dem Islam die drittgrößte Religion der Erde. Seinen Ursprung hat er in Indien. Hindus gehen davon aus, dass Leben und Tod ein sich ständig wiederholender Kreislauf (Samsara) sind und glauben an eine Reinkarnation.

Die klassische Ordnung des Kastensystems gliedert sich in vier Hauptkasten, sogenannte Varnas.

Die Brahmanen gelten als oberste Kaste und sind als Priester und Gelehrte besonders hoch angesehen. Darunter rangiert die Kriegerkaste der Kshatriyas, die oft Positionen als Beamte und beim Militär innehaben. Darauf folgen die Vaishyas, die traditionell Bauern und Kaufleute sind.  An unterster Stelle der vier Varnas stehen die Shudras, die meist Diener, Knechte oder Tagelöhner sind.

Außerhalb dieser Varnas stehen die »Unberührbaren«, die auch Paria und Harijans genannt werden, sich selbst aber als »Dalits« bezeichnen. Nach hinduistischem Glauben werden Dalits als »unrein« angesehen und sind in vielen Bereichen vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen.

Wer in Indien als Wäscher, Friseur oder Müllbeseitiger arbeitet, gehört zur niedrigsten Kaste und gilt als unrein!

Mitglieder der untersten Kasten dürfen nicht in Hotels, können keine Tempel betreten und müssen woanders essen und wohnen, als Mitglieder höherer Kasten. Die Unberührbaren dürfen, wie der Name schon sagt, nicht von Mitgliedern höherer Kasten berührt werden, da sie als unrein gelten. Zwar verliert das Kastenwesen in Städten zunehmend an Bedeutung, aber ist dennoch tief in der indischen Kultur verwurzelt. Wer in Deutschland beispielsweise als Friseur oder bei der Müllabfuhr arbeitet, würde in Indien als unrein und somit zur niedersten Kaste gehören, dem nicht einmal die Hand gereicht wird.

Die TOP 10 Millionenmetropolen in Indien

Indiens Megametropolen bilden einen ganz eigenen Mikrokosmos und sind geprägt von Armut und Kriminalität, insofern sollte man die Top-Hotels als eigene Location wählen und Termine in der Lobby machen.

  • Ranking
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  • Stadt
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  • Chennai (Madras)
  • Bengaluru (Bangalore)
  • Hyderabad
  • Ahmedabad
  • Pune (Poona)
  • Surat
  • Jaipur
  • Einwohner
  • 18.414.288
  • 16.314.838
  • 14.112.536
  • 8.696.010
  • 8.499.399
  • 7.749.334
  • 6.352.254
  • 5.049.968
  • 4.585.367
  • 3.073.350

 

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