LuLaRoe-DeAnne-&-Mark-Stidham

LuLaRoe I DeAnne & Mark Stidham

Das Network-Marketing-Unternehmen LuLaRoe, das von DeAnne & Mark Stidham gegründet wurde, kommt nicht aus den Schlagzeilen heraus. Nach einigen rechtlichen Schlachten mit Lieferanten und ehemaligen Vertriebspartnern schließt das Unternehmen sein Vertriebszentrum in Corona, Kalifornien, und gibt bekannt, dass alle 167 Mitarbeiter dort nur fünf Tage vor Weihnachten entlassen werden.

Leggins-Firma scheint angeschlagen zu sein

Die Nachricht stammte aus einem Brief, den LuLaRoe an das kalifornische Amt für Beschäftigungsentwicklung (Employment Development Department, EDD) gesandt hatte. Dieses Gesetz besagt, dass Unternehmen die EDD und alle betroffenen Mitarbeiter mindestens 60 Tage vor einer „Werksschließung oder Massenentlassung“ informieren müssen.


Angesichts der erheblichen Auswirkungen, die diese Entscheidung auf das Leben so vieler Familien und der örtlichen Bevölkerung haben würde, wurde diese nicht leichtfertig getroffen, sagte ein LuLaRoe-Sprecher gegenüber Reportern und fügte hinzu, das Unternehmen helfe, seine Mitarbeiter mit Personalagenturen in Verbindung zu bringen.

Dem Schreiben zufolge ist jeder einzelne Mitarbeiter im Corona-Lager betroffen. Nach der Schließung dieses Zentrums wird LuLaRoe alle Versandaktivitäten in sein bestehendes Distributionszentrum in South Carolina verlagern.

Dem Unternehmen wird Frontloading mit Leggins vorgeworfen

Nach dem anfänglichen Boom klagten immer mehr Berater gegen das Unternehmen, weil sie die eingekaufte Ware nicht verkaufen konnten. Teilweise wurden Tausende von Dollar – und manchmal sogar Zehntausende – investiert, um sich zu qualifizieren.

Die Möglichkeit, unverkaufte Waren zurückzugeben war scheinbar ausgeschlossen und die Nachricht, dass viele Berater Insolvenz anmelden mussten, machte Schlagzeilen in den USA, worauf hin immer mehr ehemalige LuLaRoe-Verkäufer Sammelklagen einreichten.

Vor diesem Hintergrund verklagte Providence Industries, der Hauptlieferant von LuLaRoe, das Unternehmen im vergangenen Jahr auf 49 Millionen US-Dollar.