ZeekRewards-Paul-Burks-Ponzisystem

Paul Burks, der Gründer von ZeekRewards, wurde von einer US-Jury für schuldig befunden, das größte Ponzisystem aller Zeiten betrieben zu haben. Insgesamt soll der Ponzibetrüger rund 939 Millionen Dollar eingesammelt haben.

ZeekRewards war eines der größten Ponzisysteme in der US-Geschichte, das in 2011 an den Start ging und bereits in 2012 gestoppt wurde. Das Vermögen des Ponzibetrügers wurde weltweit eingefroren und nun droht dem Initiator Paul Burks eine lebenslange Haftstrafe wegen Betrug, Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Betrieb eines Ponzisystems, bei dem die Gelder neuer Investoren verwendet wurden, um die Ersteinsteiger innerhalb des Systems auszuzahlen.


Das Strafmaß wurde noch nicht festgelegt, aber Burks wurde von der Jury in allen Anklagepunkten für schuldig gesprochen. Ungenehmigte Finanzgeschäfte werden in den USA hart bestraft und können zu jahrzehntelangen oder lebenslangen Haftstrafen führen.

Kryptobetrügersysteme meiden den Standort USA

Da die US-Behörden massiv gegen Ponzi- und Pyramidensysteme vorgehen, findet sich so gut wie kein Kryptovertriebs-Ponzisystem mit Sitz in den USA. In diesen Ponzisystemen werden lediglich Gelder eingesammelt, die verprovisioniert werden, wobei den Teilnehmern versprochen wird, dass ein imaginärer „Cryptocoin“ zur neuen Weltwährung aufsteigen könnte oder eine Wertsteigerung erfahren könnte. Außer einem spekulativen Versprechen gibt es kein Produkt, das diese Vertriebe als seriös legitimieren könnte.

„Kryptovertriebssysteme“ haben nichts mit dem Network Marketing zu tun und nutzen oftmals den Bitcoin als Referenz, um das eigene Betrugsmodell zu kaschieren. Es handelt sich um ungenehmigte Finanzgeschäfte, die zu einem Totalverlust führen können, wobei im Ernstfall sogar der vermittelnde Berater haftbar gemacht werden kann.

Kryptobetrügersysteme verfügen also über keine Produkte und im Vordergrund steht die Rekrutierung neuer Systemeinzahler, aus deren Investments dann Provisionen verteilt werden. In den USA sind dies ganz klare Indizien für ein illegales Pyramiden- oder Ponzisysteme, wo den Betreibern jahrelange Haftstrafen drohen.

In Europa haben die Staatsanwaltschaften die betrügerische Masche noch nicht ganz durchschaut, aber scheinbar laufen in mehreren Ländern Ermittlungen gegen zahlreiche bekannte Krypto-Betrugssysteme, die genau nach diesem Muster Millionen oder sogar in der Summe Milliardenschäden anrichten. Einhergehend mit diesen illegalen Vertrieben lassen sich auch der Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges, sowie die Förderung der Steuerhinterziehung und Geldwäsche in der Kombination mit dem Vertrieb nicht genehmigter Finanzprodukte nicht ganz vom Tisch wischen.

Schützen Sie Ihren Vertrieb gegen Kyptobetrüger

Insofern sind die zahlreichen am Markt agierenden Kryptobetrugssysteme nicht nur ein Fall für die Staatsanwaltschaften, sondern auch für die Oberfinanzbehörden. Wer also seinen Vertrieb gegen die Kryptobetrüger schützen will, sollte bekannte Täter bei den Oberfinanzbehörden oder bei der Staatsanwaltschaft anzeigen und der Spuk könnte ein schnelles Ende haben.

Zahlreiche bekannte Kryptovertriebe und neue Systeme, die momentan täglich neu aus dem Boden schießen, hätten in den USA wohl nur ein kurzes Gastspiel zu bieten, bevor die Handschellen zuschnappen würden.

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