New Avon wurde von LG Household & Health Care übernommen

New Avon wurde von LG Household & Health Care übernommen

Gut ein Jahr ist die Übernahme der Amerika-Division von Avon, durch das südkoreanische Unternehmen LG Household & Health Care her. Durch zahlreiche Umstellungen ist das Unternehmen scheinbar wieder im Rekrutierungsmodus und konnte seit Anfang Februar 2020 eigenen Angaben nach 100.000 neue Einschreibungen verzeichnen.

Vertriebspartnerinnen wurden für 125 Millionen Dollar verkauft

Im Dezember 2015 übernahm die Investmentgesellschaft Cerberus Capital Management den amerikanischen Vertriebszweig von Avon, der seitdem als New Avon bezeichnet wird.

Cerberus soll damals insgesamt circa 600 Millionen US-Dollar in das strauchelnde Direktvertriebsunternehmen investiert haben. Ende April 2019 gingen die rund 250.000 Vertriebspartner von Avon erneut für 125 Millionen Dollar an den Konzern LG Household & Health Care über den Tisch, der stark an der eigenen Expansion auf dem US-Markt interessiert war.

In einer Meldung gab das Unternehmen nun bekannt, das durch die Einführung neuer Online-Programme, die Rekrutierungsraten anziehen. So wurde nicht nur der neue Produktkatalog online gestellt, sondern auch neue Anreize für den Vertrieb geschaffen massiv Partner einzuschreiben.

Während Make-up ungefähr 66 % des Umsatzes von New Avon ausmacht, werden jetzt auch Körperpflegeprodukte wie Zahnpasta und antibakterielles Handgel sowie Haushaltsreinigungsprodukte verkauft. Seitens LG wurde das Produktportfolio um die bestehenden Marken wie »The Face Shop«  und »Belif«  hinzu.

Mehr Provisionen für Vertriebspartner

„Wir werden uns immer auf Schönheit konzentrieren, insbesondere auf Make-up und Hautpflege, aber wir nutzen auch die Gelegenheit, andere Verkaufschancen zu nutzen“, sagte Steve Bosson, President of Sales bei New Avon.

Weiterhin wurden die Provisionen für die Verkaufsmannschaft des Beauty-Unternehmens erhöht. Wer Produkte für mehr als 10.000 Dollar verkauft erhält künftig 40 % Provision.

„Anreize sind entscheidend, um neue Vertreter zum Beitritt zu ermutigen“, sagte Bosson. Eine Sichtweise, die den ursprünglich verantwortlichen Managern wohl abhandengekommen zu sein scheint.

Neue Vertreter kommen durch Empfehlungen, Rekrutierungswerbung auf Instagram und Facebook und unbezahlte soziale Beiträge. Bosson lehnte es ab, die aktuellen Werbeausgaben anzugeben, sagte jedoch, dass diese nicht gestiegen seien.