MLM-Worldwide-Nikken

Bei Nikken, einem Network-Unternehmen, das seit 1975 am Markt ist, tobt der Sensenmann und es gibt hinreichende Gründe, diesem Unternehmen und dem Management nicht länger völlig naiv zu vertrauen. Ohne Vorwarnung gab der Nikken CEO Fulle im Juli 2015 lapidar die Schließung von 14 internationalen Märkten bekannt und beraubt damit Tausende von Beratern über Nacht ihrer Einkommen. Zu den Ländern, die geschlossen werden, gehören Australien, Singapur, die Philippinen, Taiwan, Finnland, Bulgarien, Irland, Dänemark, Holland, Rumänien, Ungarn, Norwegen, die Ukraine und Spanien. Untern den genannten Ländern befinden sich einige Top-Hochburgen in denen MLM eigentlich boomt, insofern muss man sich eher fragen warum Nikken in diesen Boom-Märkten keinen Fuß auf die Erde zu bekommen scheint. Liegt es an den Produkten, dem Karriereplan oder dem Management?

Auch in Deutschland hat Nikken seine besten Tage hinter sich und viele Führungskräfte haben das einstige „Magnet-Matrazen-Frontloading-Unternehmen“ schon vor Jahren verlassen, da sich die weltweiten Umsätze kontinuierlich im Sinkflug zu befinden scheinen. Damit Berater sich künftig vor solchen „Massaker-Aktionen“ von MLM-Unternehmen vorzeitig schützen können, müssten alle MLM-Unternehmen gesetzlich zur Bekanntgabe ihrer Umsätze verpflichtet werden. Nur so ist es möglich, dass MLM-Einsteiger das wirkliche Risiko einer Investition, unabhängig vom Momentum-Getrommel der Führungskräfte abschätzen können bevor diese bei einem MLM-Unternehmen einsteigen. Veröffentlicht ein Network Marketing Unternehmen seine Umsätze nicht, so ist definitiv von einem Start abzuraten.

Die letzten veröffentlichten Umsatzzahlen von Nikken sollen 2013 bei 115 Million Dollar und 2012 bei 133 Millionen Dollar gelegen haben. Ob dies allerdings hochgerechnete und beschönigte Umsatzzahlen zu imaginären Verkaufspreisen sind, weiß niemand genau. Aber eines steht fest! Nikken kann zukünftig aus Sicht der Vertriebspartner nicht mehr als Unternehmen eingestuft werden, dem man vertrauen kann. Die fast zynische Begründung des CEO, dass die geschlossenen Märkte nur für einen Umsatzanteil von 6,1 Prozent stehen, bedeutet im Klartext, dass hier Umsätze von 60 bis circa 70 Millionen Dollar, auf die Vertriebspartner Provisionsansprüche aufgebaut haben, einfach im Handstreich storniert werden, womit Nikken wohl einige Existenzen zerstört haben dürfte. Bei einer geschätzten Ausschüttung von 30 Prozent beliefe sich der Schaden auf rund 18 bis 21 Millionen Euro, die Berater quasi über Nacht an Provisionen verlieren.

Ob der Sensenmann noch einmal in einem der europäischen Länder von Nikken zuschlägt bleibt abzuwarten. 2010 betrug das Umlaufvermögen der Nikken UK Ltd. noch 16.226.00 GBP und ist 2014 wohl auf GBP 7.526.000 gesunken, wie ein britisches Company-Check-Unternehmen veröffentlicht. Zahlen, die nicht auf ein Wachstum hinweisen, insofern sollte jetzt jeder aktive Partner von Nikken, die Geschäftsführung des Unternehmens ins Kreuzverhör nehmen, um sich Klarheit zu verschaffen, wie es um Nikken bestellt ist.

http://companycheck.co.uk/company/03151671/NIKKEN-UK-LIMITED/financial-accounts#financials

Hier geht es zum Unterenhmensprofil von Nikken

 

 

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