Tupperware bei REWE I Foto Brownie Wise

Tupperware bei REWE I Foto Brownie Wise

Das Direktvertriebsunternehmen Tupperware geht momentan scheinbar auf allen zur Verfügung stehenden Marketingkanälen in die Umsatzoffensive und sorgt damit für Irritationen. Die Zeiten haben sich geändert und Brownie Wise, die Erfinderin der Tupperparty, hätte sich wohl nie vorstellen können, dass eines Tages die Produkte von Tupperware im Rahmen einer Treuepunkte-Sonderaktion in einer Supermarktkette wie REWE angeboten werden. Das Motto – Tupperparty für alle bei REWE – hat allerdings einen subtilen Beigeschmack.

Tupperware setzt auf Multi-Channel-Marketing

Ein Marketing-Claim der Tupperware-Supportmitarbeiter auf Facebook sorgte für Aufsehen und stiftete für Verwirrung. Der Spruch: „Mache deinen Wochenend-Einkauf zur Party! Ab sofort gibt es unsere farbenfrohen Produkte auch in den REWE Märkten. Hast du den Tupperware Stand bereits bei deinem letzten Einkauf entdeckt? “, kam sicherlich nicht bei allen Tupperware-Beraterinnen, die an der Party-Front um Umsätze kämpfen gut an.

Und eines ist klar, jedes Produkt, das an den Tupperberaterinnen vorbei verkauft wird, erhöht zwar den Unternehmensumsatz, aber nicht die Einkommen der Partyverkäufer und insofern tritt das Unternehmen durch die Multi-Channel-Strategie mit dem Vertrieb in Konkurrenz, wenn dieser nicht in irgendeiner Form von diesen Sideline-Umsätzen partizipieren sollte.

Bei Brutto-Provisionen in Höhe von 20 bis 24 Prozent können die Beraterinnen allerdings keine Konkurrenz aus dem eigenen Haus gebrauchen, denn die gibt es am Markt schon genug durch zahlreiche Anbieter die ebenfalls „gut und vor allem billiger“ können als das amerikanische Original.  Multi-Channel-Marketing ist also ein heißes Eisen für Direktvertriebe und Network-Marketing-Unternehmen, denn jeder direkte Umsatz, der nicht verprovisioniert wird, schwächt und demoralisiert unter Umständen die eigene Vertriebsmannschaft.

Und im Fall Tupperware muss man sich fragen, warum die einst so erklärungsbedürftigen Produkte, was ja immer ein Argument für höhere Preise war, plötzlich bei REWE zum Mitnahmeartikel werden. In Deutschland gehört Tupperware zu den Gründungsmitgliedern des Bundesverband Direktvertrieb Deutschland.

Neuer Onlineshop für direkte Bestellungen

Erst kürzlich präsentierte das Kultschüssel-Unternehmen aus Florida einen überarbeiteten, modernen Internetauftritt, womit eine neue Ära im Verkauf und im Vertrieb eingeleitet wurde.

Im neuen Shop können Kunden jetzt direkt bestellen, eine Party buchen oder sich über die Geschäftsidee und Karrierechancen als Partymanagerin informieren. Validierte Kundenadressen werden dabei an die Bezirksleitungen oder an qualifizierte Tupper-Beraterinnen zur Nachbearbeitung, Betreuung, Beratung oder zur Rekrutierung weitergegeben.

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